85 Jahre Landhandel Andreas Ackermann GmbH

Seit mehr als 85 Jahren gibt es den Landhandel Andreas Ackermann. Mit Stolz blickt das seit dem ersten Tag familiengeführte Unternehmen zurück auf seine Erfolgsgeschichte, die mit Kohle und einem Handwagen begann.

Tugenden wie Fleiß, Ausdauer und Erfolgswillen sind unerlässlich für einen Firmengründer. Hiervon brachte Andreas Ackermann mehr als genug mit, als er im Jahr 1933, seinerzeit ohne geregelte Arbeit, seine Kohlenhandlung eröffnete. Zentnerweise brachte er, gemeinsam mit einigen Schicksalsgefährten jener Zeit, die mitunter lebenswichtige Ware zu seinen dankbaren Kunden – zunächst per Handwagen, später mit dem Pferdewagen, erst dann mit dem LKW. Bereits 1935 konnte er sein Angebot um den Vertrieb von landwirtschaftlichen Produkten erweitern.

In den Wirren des Krieges, der halb Europa in Schutt und Asche legte, behielt Ehefrau Betty Ackermann den Überblick und kümmerte sich um die Firmenbelange. Dennoch war die Weiterführung des Betriebes alles andere als einfach, als Andreas Ackermann 1945 aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrte: Ein selbst zusammengebauter LKW war das einzige Fahrzeug zur Beschaffung der damals spärlichen landwirtschaftlichen Betriebsmittel und somit Grundlage des Betriebes. Schon hier bewies Andreas Ackermann unternehmerischen Weitblick als er 1948 die Firmengrundstücke erwarb, dort, wo der Betrieb bis heute angesiedelt ist.

Die Erweiterung des Büro- und Lagerplatzes um eine große Getreidelagerhalle im Jahr 1957 ist schließlich seinem unermüdlichem Engagement und Ehrgeiz Rechnung zu tragen. Weitere Schritte auf dem Weg zum heutigen Unternehmen waren die Mechanisierung für eine lose Getreideannahme im Jahre 1962, die mit dem zunehmenden Einsatz von Mähdreschern in der Landwirtschaft unabdingbar wurde, die Erweiterung der Siloanlage im Jahr 1974 und die Anschaffung einer zweiten Getreideanlage zur losen Getreideannahme 1983. In diesem Jahr wurde außerdem das zweite Düngemittel- und Getreidelager errichtet.

Dass Fleiß, Ausdauer und Erfolgswillen vererbbar sind, zeigte sich mit dem Eintritt des Sohnes Wolfgang Ackermann in die Firma, der im Jahr 1962 erfolgte, und aus dem eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Vater und Sohn bis 1981 hervorging. Als Andreas Ackermann im Alter von 68 Jahren in Rente ging, wurde das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt. Seitdem fungiert Wolfgang Ackermann als geschäftsführender Gesellschafter. Ebenso erfolgreich war die Zusammenarbeit mit Prokurist Willi Ruf: Mehr als drei Jahrzehnte war er im Unternehmen, 1997 ging er in den wohlverdienten Ruhestand.

In den 70er Jahren begann die schrittweise Umstellung von Festbrennstoffen auf Heizöl. Ein Schritt in Richtung Moderne, der sich als wirtschaftlicher Glücksgriff herausstellte - der Heizölanteil ist seitdem stetig gestiegen. Noch zu Beginn jener Tage lieferte das Unternehmen den flüssigen Energieträger mit einem Aufsatzwagen, dessen Tank gerade einmal 5000 Liter fasste. Heute sorgen ein 18.000 Liter fassender Wagen für die reibungslose Logistik.

In den vergangenen zehn Jahren konnte der Mengenumsatz des Unternehmens verdoppelt werden. Im Jahr 2000 war eine komplette Umsiedlung der Firma geplant, die aber aufgrund behördlicher Auflagen nicht vollzogen werden konnte. Der Familienbetrieb ließ sich jedoch nicht aufhalten: Eine alte Getreidelagerhalle wurde zu Büroräumen umgebaut. Es entstanden auch Verkaufsräume für den Kleingartenbedarf. Zudem hatte man die Zeichen der Zeit erkannt und das Sortiment um Holzpellets erweitert, die aufgrund ihrer CO2-neutralen Eigenschaft als umweltfreundlich gelten. Hinzu kamen diverse Dienstleistungen, darunter das Reinigen der Tankanlagen der Kunden. Wichtige Schritte in Richtung weitere 85 Jahre erfolgreiche Firmengeschichte – ohne Handwagen.

Tankwagen von Landhandel Ackermann GmbH